• Was spricht für das Stimmrechtsalter 16?

    1

    Jung und Alt - Gemeinsam stark für Uri!

    Der Einbezug der Jugend stärkt das Verständnis zwischen den Generationen. Stimmrecht 16 leistet somit einen wichtigen Beitrag zur gemeinsamen Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft.

    2

    Ein Jugendlager leiten, aber nicht fähig abzustimmen?

    Wer Verantwortung für Kinder übernimmt, ist auch fähig die Verantwortung für politische Entscheidungen mitzutragen.

    3

    Wer mit 16 seinen Berufsweg wählt, ist genügend reif um an der Urne mitzuentscheiden!

    16-Jährige müssen heute schon bedeutende Entscheidungen für ihre Zukunft treffen und haben sehr wohl auch Pflichten. Sie gelten z.B. als strafmündig und urteilsfähig und sie müssen bereits über ihren Berufsweg entscheiden.

    4

    Die Glarner Jugend kann es – das können unsere jungen Leute auch!

    Seit mehr als zehn Jahren beweist die Glarner Jugend, dass sie verantwortungsvoll mit ihrem Stimmrecht 16 umgeht. Wer ernst genommen wird, gestaltet verantwortungsvoll die Zukunft mit und darum macht es Sinn, die jungen Menschen frühzeitig miteinzubinden. Es ist schliesslich ihre Zukunft!

  • Nasty Questions

    und unsere Reaktion darauf

    Fehlende Reife der Jugendlichen?

    Jugendliche stehen mit 16 Jahren bereits in vielen Belangen auf eigenen Beinen. Sie geben der Gesellschaft schon etwas zurück und tragen Verantwortung, indem sie z.B. als Leiter*Innen von Jugendgruppen aktiv sind, Lager organisieren, Entscheidung über ihre Berufliche Laufbahn treffen usw.

    Diese Aktivitäten bedingen ein hohes Verantwortungsbewusstsein. Wie aus der Entwicklungspsychologie erwiesen steht die Entscheidungsmündigkeit von 16-Jährigen jener von Erwachsenen in nichts nach, wie die Studie von Wagner et al. aus dem Jahre 2012 im Wissenschaftsjournal "Electoral Studies" vom Elsevier Verlag belegt.

    16-Jährige sind uninteressiert und nicht informiert?

    Eine Studie der Universität Bern aus dem Jahr 2014 zeigt, dass sich der Anteil jener Menschen, die überhaupt nie an Abstimmungen teilnehmen, zwischen den verschiedenen Altersgruppen nur minimal unterscheidet. Junge Menschen stimmen lediglich selektiver ab als Ältere. Das heisst sie wählen gezielter aus, welche Sachfragen für sie relevant sind und bleiben den, für sie weniger wichtigen Abstimmungen fern. Das Interesse an Politik nimmt bei Jugendlichen zu, wenn in der Schule politische Bildung unterrichtet wird. Stimmrechtalter 16 und politische Bildung würden sich also gegenseitig bestärken. Auch der Zulauf der Jungparteien zeigt, dass sich die Jugend für Politik interessiert und sich für ihre Anliegen einsetzen wollen. 

    Keine Rechte ohne Pflichten?

    Man könnte meinen, dies sei das einzige Argument, das eine politische Partizipation rechtfertigt. Dieses Argument ist nicht Neu und wurde schon 1971 als es um das Frauenstimmrecht ging als Hauptgegenargument geführt. Fakt ist vor dem Gesetz gelten 16-Jährige in der Regel als urteilsfähig, ab 10-jährig sind Jugendliche strafmündig. Sie haften für Schäden aus widerrechtlichen Handlungen, entscheiden bereits selbständig über ihr religiöses Bekenntnis, schliessen ihre obligatorische Schulzeit ab, und setzen ihre Weichen für ihre berufliche Laufbahn – warum soll man ihnen nun nicht das Recht zugestehen, Entscheidungen von denen sie letztendlich massgeblich mitbetroffen sind, mitzugestalten?

    Das aktive Stimmrecht muss an das passive geknüpft sein.

    Dass das aktive und passive Stimmrecht zusammengehören ist eine Ansicht, aber keine Notwendigkeit. Die politische Verantwortung kann man durchaus in Schritten ausgestalten, wo zuerst eine aktive Mitsprache ermöglicht wird, bevor man später passiv in ein politisches Amt gewählt werden kann. Eine solche Stufung von aktivem und passivem Wahlrecht wird der Entwicklung eines jungen Menschen hin zur verantwortungsvollen Bürgerin oder Bürgers sehr wohl gerecht. Das Stimmrechtalter 16 kennt keine Nachteile, weder für die Jugendlichen selbst noch für die Gesellschaft als Ganzes. Das bestätigen Erfahrungen aus Glarus und Österreich, wo dies bereits umgesetzt wurde.

  • News & Medienmitteilungen

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